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Gut die Hälfte der in diesem Führer vorgestellten Touren sind Levadawanderungen.
Sie führen Sie durch mit Zuckerrohr, Bananen, Weinreben und exotischen Früchten bestelltes fruchtbares Kulturland, vorbei an kunstvoll in die zerklüftete Inseltopografie modellierte Terrassen, die Assoziationen an Bali oder die Philippinen wecken. Rauschende Wasserfälle und eindrucksvolle Schluchten liegen ebenso am Weg wie schroff abfallende Kliffs und sumpfige Hochmoore. In den noch ursprünglichen Tälern im Inselnorden ist die immergrüne subtropische Vegetation aus Farnwiesen, Laurazeenwäldern und Heidebusch mitunter so üppig, dass man wie durch einen smaragdgrünen Tunnel zu gehen scheint.
Bei aller Faszinationen der Levadawege soll nicht vergessen werden, dass Madeira auch ein hervorragendes Revier für Bergwanderer ist.
Das fast 1900 m hohe Zentralmassiv hält Routen für alle Ansprüche bereit. Ausgesprochen alpin mutet die Drei-Gipfel-Tour vom Arieiro über den Torres hinauf zum Pico Ruivo an. Die spektakulär in den Fels geschlagene Strecke darf zu recht als die Königstour angesehen werden.
Neben verschwiegenen Hirtenpfaden und abenteuerlichen Küstensteigen gibt es noch sogenannte veredas, alte Dorfverbindungswege.
Die über Berg und Tal führenden Wege stellten bis vor wenigen Jahrzehnten den einzigen Zugang in abgeschiedene Ortschaften dar. Typisch sind die gerundeten Stufen der Pflasterwege - von den Madeirensern werden sie liebevoll Ochsenfuß- Pflaster genannt.
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